Erfahrungen, die unser Verhalten und Leben prägen
Wenn der Orkan uns verändert....
Belastende Schwangerschafts-, Geburts- und (Kindheits-)Erlebnisse, wie ungewollte Schwangerschaft, Streitigkeiten und häusliche Gewalt während der Schwangerschaft, (Not-)Kaiserschnitt, medizinische Eingriffe während bzw. unmittelbar nach der Geburt, Abort, Totgeburt, erlebte und miterlebte körperliche und emotionale, sowie sexuelle Gewalt, Verlust durch Trennung, Scheidung und Tod, Vernachlässigung, chronische Krankheiten, Unfälle, Suchterkrankungen in der Familie oder psychische Störungen, Mobbing, aber auch kollektive Erlebnisse, wie Armut, Flucht, Krieg, Gender-Gewalt, Diskriminierung und ethnische Ausgrenzung lösen traumatischen Stress aus. Dieser ist oftmals nicht sichtbar, jedoch prägt er unser Verhalten, unsere Emotionen und unser Denken. So kommt es zu schädigenden, unliebsamen Verhaltensweisen - denn traumatische Hochstresserlebnisse beeinflussen und verändern das Bindungsverhalten und das Verhalten im Allgemeinen nachhaltig! Auch bereits das von Babys während der Schwangerschaft.
Manche überwinden die Erlebnisse von alleine gut und brauchen keine Hilfe. Eine beträchtliche Anzahl entwickelt jedoch eine krankheitswertige seelische Belastungsreaktion und benötigt Hilfe und Unterstützung.
Die Nicht-Behandlung von Traumafolgen hat langfristig negative Auswirkungen:
⚠️ 77% der Betroffenen erleben weitere Traumata. Sie geraten im Verlauf des Lebens häufig an missbrauchende bzw. gewalttätige Partner, die wiederum ihre Kinder gefährden und es besteht ein hohes Risiko der Weitergabe von Traumata in die nächste Generation
⚠️ Traumatische Erfahrungen in der Kindheit und im Laufe des Lebens haben direkten Einfluss auf die Selbstwirksamkeit und Aufmerksamkeits-, Beziehungs- und Selbstregulation sowie Selbstwert- und Identitätsentwicklung. Zentrale Entwicklungsaufgaben können nicht bewältigt werden und Betroffene sind in Folge über ihre gesamte Lebensspanne in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe beeinträchtigt. Nachhaltig beeinflusst ist die Fähigkeit vertrauensvolle Beziehungen einzugehen. Betroffene haben Schwierigkeiten, anderen Menschen zu vertrauen und stabile, erfüllende Partnerschaften einzugehen. Sie schwanken ständig zwischen Angst vor Nähe und dem übermäßigen Bedürfnis nach Zuwendung. Ihre Beziehungen sind geprägt von Konflikten, Missverständnissen und emotionaler Instabilität.
⚠️ 50% des Risikos für koronare Herzkrankheiten gehen auf Kindheitstraumata zurück. Eine Traumatisierung in der (frühen) Kindheit erhöht direkt und indirekt die Risiken für körperliche und seelische Erkrankungen und verringern die Lebenserwartung.
⚠️ Ein Viertel der Betroffenen schließt nie eine Berufsausbildung ab - eine Nicht- oder Fehlbehandlung von Traumafolgestörungen erzeugt immense Kosten.
Meine
Leistungen
🌿 I.B.T.®
Integrative Bindungsorientierte Traumaarbeit
📌 für:
Säuglinge, Kleinkinder,
Schulkinder, Jugendliche,
Frauen in der
Schwangerschaft und
Adoptiv-/Pflegekinder
Bei prä- und postnatalen Hochstresserlebnissen, traumatischen und belastenden Erfahrungen von Mama und Kind - wie:
💡ungeplante / ungewollte Schwangerschaft
💡künstliche Befruchtung
💡Schwangerschaft nach Abort oder Sternenkind
💡Streitigkeiten / Trennung der Eltern während der Schwangerschaft
💡Frühgeburt, Not-Kaiserschnitt oder geplanter Kaiserschnitt
💡Trennung von Mama und Kind direkt nach der Geburt
💡medizinisch notwendige Operationen oder Krankenhausaufenthalte
💡Verlust oder Trennung von wichtigen Bezugspersonen
💡Gewalt und Vernachlässigung
💡Herausnahme aus der Herkunftsfamilie (Adoptiv- und Pflegekinder)
💡Kinder mit Behinderung und chronischen Erkrankungen
🧠 Diese Erfahrungen können, wenn sie unverarbeitet bleiben und nicht integriert werden, das Wohlbefinden von Schwangeren und ihren Kindern, das jeweilige Verhalten und die jeweiligen Bindungsmuster im weiteren Verlauf des Lebens stark beeinflussen.
🔍 WICHTIG: Vor allem die Bindung zwischen Eltern und Kind ist jedoch der wichtigste Schutzfaktor für spätere seelische Gesundheit.
Unverarbeitete Erfahrungen, die nicht integriert werden können, sind dann oftmals Auslöser für körperliche Symptome und emotionale-soziale Schwierigkeiten.
Die I.B.T.® ist ein ganzheitlicher pädagogisch-therapeutischer Ansatz, der:
- die Bindungs- und Beziehungsarbeit
- die Psychotraumatologie
- entwicklungspsychologische Erkenntnisse
- körperorientierte, spielerische und systemische Methoden
miteinander verbindet, um früh traumatisierte oder hoch belastete Kinder bis zum Jugendalter zu stabilisieren, zu regulieren und in ihrer Entwicklung zu fördern.
📌 I.B.T. ® baut auf drei sich gegenseitig bedingenden Phasen auf:
1. Phase: Anamnese & Arbeit mit der Bezugsperson an eigenen Belastungen in Bezug auf die Erlebnisse des Kindes durch EMDR.
2. Phase: Arbeit an der Bindung zwischen Bezugsperson und Kind
3. Phase: direkte traumaintegrative Arbeit am Kind mit Unterstützung der Bezugsperson durch bifokale Stimulation
🧠 Die bifokale Stimulation ist eine Methode, die in der bindungsorientierten Traumatherapie genutzt wird, um Säuglingen und Kleinkindern zu helfen, belastende Erlebnisse zu verarbeiten. Hierbei wird die Aufmerksamkeit auf zwei verschiedene Dinge gleichzeitig gelenkt - einerseits auf das belastende Hochstresserlebnis, andererseits auf etwas Beruhigendes und Angenehmes. Bei Erwachsenen wird EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprozessing = Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung) eingesetzt, bei dem ausschließlich die Augen einer Handbewegung folgen, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und das Gehirn bei der Verarbeitung von belastenden Erlebnissen zu unterstützen.
🧠 Grundannahmen der IBT:
📌 Frühe Traumata werden im Körper- und Beziehungsgedächtnis gespeichert. Sie äußern sich nicht in Worten, sondern in Verhalten, Körperreaktionen, Affekten.
📌 (Früh-)kindliche Entwicklung ist nur in sicherer Bindung möglich. Die Beziehungsqualität ist das „Heilmittel“ – nicht das Verhaltenstraining.
📌 Co-Regulation durch Erwachsene ist entscheidend. Kinder können sich nicht selbst beruhigen – sie brauchen feinfühlige Bezugspersonen.
📌 Integration ist nur möglich durch Halt, Wiederholung und Resonanz. Entwicklungstrauma bedeutet Fragmentierung – das Ziel ist Wiederverbindung.
🌿 Traumapädagogik
ist ein pädagogischer Ansatz, der die Erkenntnisse der
Psychotraumatologie, der Bindungstheorie, der
neurobiologischen Stressforschung und der systemischen Pädagogik integriert.
📌
Ziel ist es, Kinder und
Jugendliche mit (komplexen) Traumatisierungen
pädagogisch so zu begleiten, dass Stabilisierung,
Selbstwirksamkeit,
Beziehungsfähigkeit und
Entwicklung wieder möglich werden.
🧠 Zentrale Grundannahmen der Traumapädagogik:
1. Traumatisierung verändert Wahrnehmung, Verhalten und Beziehungsfähigkeit.
- Traumatisierte Kinder und Jugendliche leben oft in einem anhaltenden Überlebensmodus („Kampf–Flucht–Erstarrung“).
- Sie reagieren nicht „unangemessen“, sondern aus einem hochaktivierten Nervensystem heraus.
- Lernen, Beziehungsgestaltung und Alltagsbewältigung sind massiv beeinträchtigt.
🔍 WICHTIG: Verhaltensweisen wie Aggression, Dissoziation, Verweigerung oder Bindungsstörung sind Schutzmechanismen, keine bösen Absichten oder „Erziehungsdefizite“.
2. Stabilisierung ist pädagogisches Primärziel.
- Nicht die Traumaverarbeitung, sondern die emotionale und körperliche Stabilisierung im Alltag steht in der traumapädagogischen Arbeit im Vordergrund.
- Ich schaffe für Ihr Kind einen „sicheren Ort“ durch Struktur, Bindung, Vorhersehbarkeit und respektvolle Kommunikation.
📌 Zentrale Haltung: „Beziehung und Sicherheit sind heilende Kräfte. Nur wer sich sicher fühlt, kann sich entwickeln.“
3. Traumapädagogik ist vor allem: Haltung!
Traumapädagogik ist kein festes Handlungskonzept, sondern eine grundlegende Haltung, die sich durch folgende Merkmale auszeichnet:
💡 Sicherheit geben: Transparenz, klare Regeln, nachvollziehbare Konsequenzen
💡 Beziehung als Ressource nutzen: Verlässlichkeit, Bindung, Co-Regulation
💡 Verhalten als Ausdruck innerer Not: Symptome erklären, nicht bewerten
💡 Kindliche Würde wahren und achten: Gewaltfreie Kommunikation, kein Beschämen, keine Überforderung
💡 Stabilität vor Inhalt: Struktur vor Prozessarbeit, keine retraumatisierenden Gespräche
💡 Ressourcenorientiert statt defizitfokussiert: Fähigkeiten und Stärken stärken
⚙️ Traumapädagogische Werkzeuge & Methoden:
- Stabilisierende Alltagsgestaltung: Rituale, Visualisierungen, klare Tagesstruktur
- Beziehungsarbeit: sichere Bindungserfahrungen ermöglichen, Beziehungsangebote trotz Rückzug
- Emotionsregulation: Übungen zur Körperwahrnehmung, Atemübungen, Emotionsbenennung und Umgang mit überflutenden Gefühlen
- Partizipation & Kontrolle: Kindern und Jugendlichen Handlungsspielräume geben, Mitbestimmung geben
- Trigger vermeiden & deeskalieren: Reizerkennung, Reizvermeidung, Reaktionspläne, Rückzugsräume schaffen
- Kooperation, wenn vom Kind/Jugendlichen gewünscht: mit Eltern, Kinder- und Jugendhilfe, ggf. Schule - multiprofessionelle Zusammenarbeit
📚 kurz erklärt: Traumapädagogik verändert nicht die Vergangenheit, aber sie gestaltet eine Gegenwart, die Heilung möglich macht. Durch Verstehen, Halt geben und professionelles agieren anstatt bloß zu reagieren.
📘 T.A.s.K. -
Traumasensible Arbeit mit (hoch-)strittigen Konfliktfamilien
👥 Zielgruppe:
- Familien, die sich in (hoch-)eskalierenden
Konfliktdynamiken befinden

T.A.s.K. steht für einen spezialisierten, traumasensiblen Ansatz in der Arbeit mit Familien, die sich in hoch eskalierten Konfliktdynamiken befinden.
📌 Im Zentrum steht das Verständnis, dass anhaltende familiäre Konflikte häufig nicht nur auf aktuelle Streitpunkte zurückzuführen sind, sondern tief in individuellen und generationsübergreifenden Erfahrungen verwurzelt sein können – insbesondere in unverarbeiteten Belastungen und traumatischen Erlebnissen.
Die Arbeit im Rahmen von T.A.s.K. zielt darauf ab, diese oft unsichtbaren Hintergründe behutsam sichtbar zu machen und in den Prozess einzubeziehen. Dabei wird ein sicherer Rahmen geschaffen, in dem alle Beteiligten – Eltern wie Kinder – mit ihren jeweiligen Perspektiven, Bedürfnissen und Belastungen gesehen und ernst genommen werden.
💡 Ein wesentlicher Bestandteil ist die Analyse der individuellen Bindungsmuster. Diese prägen maßgeblich, wie Menschen Beziehungen gestalten, Konflikte erleben und auf emotionale Belastungen reagieren. Durch das Verstehen dieser Muster können wiederkehrende Dynamiken in der Familie nachvollziehbar gemacht und alternative Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden. Ziel ist es, mehr Selbstwahrnehmung, Regulation und Handlungssicherheit im Umgang miteinander zu fördern.
💡 Ein weiterer zentraler Aspekt ist der aktive Miteinbezug der Kinder. Kinder sind von familiären Konflikten besonders betroffen, können ihre Belastungen jedoch oft nicht direkt ausdrücken. Im T.A.s.K.-Ansatz wird ihnen altersgerecht Raum gegeben, ihre Sichtweisen und Gefühle einzubringen. Gleichzeitig wird darauf geachtet, sie nicht in Loyalitätskonflikte zu bringen, sondern ihre Bedürfnisse nach Sicherheit, Stabilität und verlässlichen Beziehungen zu stärken.
📌 Wie entstehen Loyalitätskonflikte bei Kindern?
Kinder sind existenziell auf die Bindung zu ihren Bezugspersonen angewiesen. Erleben sie anhaltende Konflikte zwischen den Eltern oder werden sie – direkt oder indirekt – in Auseinandersetzungen einbezogen, geraten sie in einen inneren Spannungszustand: Sie fühlen sich beiden Elternteilen verbunden und möchten weder Mama noch Papa verletzen. Schon subtile Botschaften, abwertende Bemerkungen über den anderen Elternteil oder Erwartungen, Stellung zu beziehen, können dazu führen, dass Kinder sich entscheiden müssen – zumindest innerlich. Dies kann zu Schuldgefühlen, Überforderung, Rückzug oder auffälligem Verhalten führen. Langfristig können solche Loyalitätskonflikte die emotionale Entwicklung und die Fähigkeit zu stabilen Beziehungen beeinträchtigen.
🧠 Kernprinzipien der T.A.s.K.
- Traumasensibilität und Sicherheit: Alle Interventionen erfolgen unter der Prämisse, Überforderung zu vermeiden und emotionale Sicherheit zu gewährleisten. Stabilisierung hat Vorrang vor Konfrontation.
- Verstehen statt Bewerten: Verhalten wird als Ausdruck innerer Zustände und biografischer Erfahrungen verstanden – nicht vorschnell bewertet oder pathologisiert.
- Bindungsorientierung: Die Qualität von Beziehungen steht im Fokus. Die Arbeit richtet sich darauf aus, tragfähige Bindungen zu stärken und dysfunktionale Muster zu erkennen.
- Kindeswohlzentrierung: Die Bedürfnisse, Belastungen und Entwicklungschancen der Kinder bilden einen zentralen Bezugspunkt aller Schritte.
- Transparenz und Struktur: Klare Abläufe, nachvollziehbare Ziele und offene Kommunikation schaffen Orientierung und Vertrauen im Prozess.
- Ressourcenorientierung: Neben Belastungen werden gezielt vorhandene Fähigkeiten, Stärken und gelingende Anteile im Familiensystem sichtbar gemacht und genutzt.
- Allparteilichkeit: Alle Beteiligten werden mit ihrer Perspektive ernst genommen, ohne Partei zu ergreifen.
- Förderung von Selbstregulation: Klient:innen werden unterstützt, eigene emotionale Zustände besser wahrzunehmen und zu regulieren, um handlungsfähiger zu werden.
💡 Die traumasensible Haltung bildet die Grundlage der gesamten Arbeit:
Sie ist geprägt von Achtsamkeit, Transparenz und einem respektvollen Umgang mit Grenzen. Anstatt Schuldzuweisungen steht das Verstehen im Vordergrund – sowohl für sich selbst als auch für die anderen Familienmitglieder.
🎯 Ziele:
T.A.s.K. unterstützt Familien dabei, festgefahrene Konfliktmuster zu erkennen, emotionale Verletzungen zu berücksichtigen und schrittweise neue Formen des Miteinanders zu entwickeln – mit dem Ziel, langfristig tragfähige und kindgerechte Lösungen zu ermöglichen.
📘 Trauma- und Krisenberatung
Traumazentrierte Fachberatung
👥 Zielgruppe:
- Menschen mit akuten oder chronischen Traumafolge-
störungen (mit und ohne Diagnose) - Angehörige und Bezugspersonen (z. B. Eltern, Pflegeeltern, Fachkräfte)
- Mitarbeiter:Innen im pädagogischen, pflegerischen oder psychosozialen Kontext, zB bei sekundärer Traumatisierung oder Burnout-Gefahr

Die Trauma- und Krisenberatung und traumazentrierte Fachberatung ist ein psychosozialer Beratungsansatz, der speziell auf die Begleitung, Stabilisierung und Unterstützung von Menschen mit psychischen Traumafolgestörungen und ihr Umfeld ausgerichtet ist.
Sie verbindet Elemente aus:
- der Psychotraumatologie
- der systemischen Beratung
- der Ressourcenarbeit
- und der sozialpädagogischen und therapeutischen Stabilisierung
Diese Beratungsansätze richten sich an Betroffene (zB mit komplexer PTBS), Angehörige, Fachkräfte und Helfer:Innen in Form von stabilisierender, psychoedukativer und begleitender Trauma-, Krisen- und Fachberatung.
🎯 Ziele:
💡Stabilisierung & Sicherheit: Aufbau innerer und äußerer Sicherheit, Umgang mit Symptomen
💡 Psychoedukation: Verstehen von Traumata, Triggern und Reaktionen
💡Selbstwirksamkeit stärken: erarbeiten von Handlungsstrategien und Ressourcenaktivierung
💡Systemische Einbettung: Umfeld und Hilfesystemen
💡Krisenintervention: Soforthilfe in akuten Belastungssituationen, ohne Retraumatisierung
⚠️ Wichtige Abgrenzung:
Die Trauma- und Krisenberatung arbeitet nicht an der Traumabearbeitung. Sie hat die Stabilisierung, Aufklärung und Orientierung zum Ziel – und kann eine Brücke zur Therapie sein.
„Sicherheit schaffen, bevor etwas aufgearbeitet werden kann.“
🧠 Kernprinzipien:
1. Traumasensibles Setting:
- sicherer Rahmen, wertschätzende Haltung, non-direktive Gesprächsführung
- Transparenz über Inhalte und Ziele
- Schutz vor Überforderung und Re-Traumatisierung
2. Psychoedukation (vermitteln statt analysieren)
- verständliche Informationen über Trauma, Körperreaktionen, Flashbacks, Dissoziation, Trigger
- Normalisieren der Symptome (zB „Was du gerade erlebst, ist eine normale Reaktion auf eine extreme, unnormale Situation.“)
3. Ressourcenorientierung
- Arbeit mit inneren Kraftquellen, Skills, Symbolen, inneren sicheren Orten
- Betonung von Fähigkeiten und Bewältigung
4. Stabilisierungstechniken
- Atemtechniken, Achtsamkeit, Imagination, Notfallplan
- Umgang mit Flashbacks, Dissoziation und Triggern
5. Systemisches Arbeiten
- Bezugspersonen, Angehörige, Schule, Wohnumfeld, Helfersystem einbeziehen – sofern vom Kind bzw. Jugendlichen gewünscht!
- Sicherstellung der Grundversorgung: Wohnen, Sicherheit, Ruhe, Schlaf
📋 Inhalte:
💡 Psychoedukation: „Warum reagiere ich so, wie ich reagiere?“, „Wie erkenne ich meine Trigger?“
💡 Krisenbewältigung: Umgang mit Suizidgedanken, Dissoziation, Rückzug, Flashbacks
💡 Selbstfürsorge & Stabilität: Alltagsstrukturierung, Notfallpläne, Aufbau von Skills
💡 Anleitung zur Co-Regulation: Was kann ich als Mama, Papa oder Fachkraft tun, wenn das Kind oder der/die Jugendliche dissoziiert?
💡 Reflexion der Helferrolle: Nähe und Distanz, Selbstschutz, Sekundärtraumatisierung
💡 Netzwerkberatung: Welche therapeutische Hilfe ist notwendig/sinnvoll?
🧑🏫 Meine Rolle:
- in der Traumazentrierten Fach- und Krisenberatung bin ich nicht Therapeutin, sondern Begleiterin auf Augenhöhe
- verstehend, nicht analysierend
- strukturgebend, nicht interpretierend
- beziehungsstabilisierend, nicht konfrontativ
- achtsam mit Grenzen (deine und eigene)
📚 kurz zusammengefasst:
Die Trauma- und Krisenberatung und die traumazentrierte Fach- und Krisenberatung sind hochwirksame, niedrigschwellige Unterstützungsangebote, die Halt, Orientierung und Entlastung für Betroffene und ihr Umfeld schaffen.
✨ Zaubertherapie
Die Zaubertherapie ist ein pädagogisch-therapeutischer Ansatz, der besonders in der Arbeit mit traumatisierten, ängstlichen und belasteten Kindern und Jugendlichen eingesetzt wird. Stabilisierend und ressourcenorient.
🧩 Ziele:
- Stärkung des Selbstwerts
- Förderung von Konzentration und Ausdauer
- Erleben von Selbstwirksamkeit
- Regulation von Impulsen und Emotionen
- Aufbau sozialer Kompetenzen
- traumapädagogische Stabilisierung durch Symbolarbeit
🧠 Grundidee der Zaubertherapie:
Die Zaubertherapie nutzt das spielerische und symbolische Erleben von Zauberei und Magie, um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Selbstwirksamkeit, Selbstvertrauen und neue Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln.
Dabei geht es nicht nur um das Lernen von Zauberkunststücken, sondern um die tiefere pädagogisch-therapeutische Wirkung:
🔑 „Ich kann etwas, das andere beeindruckt. Ich habe Kontrolle. Ich kann zaubern – also bin ich nicht hilflos.“
🪄 Warum funktioniert Zaubertherapie gerade bei (hoch)belasteten Kindern und Jugendlichen?
🧠 1. Symbolische Wirkung
Zaubern ist metaphorisch sehr kraftvoll: Es steht für Kontrolle, Einflussnahme, Veränderung – alles Dinge, die traumatisierte Kinder und Jugendliche oft als verloren erlebt haben. „Ich konnte mich damals nicht wehren – aber heute kann ich es. Ich bin nicht mehr machtlos.“
🧠 2. Stärkung durch Staunen
Wenn ein Kind ein Zauberkunststück einübt und ggf. anderen vorführt, erlebt es sich positiv im Blick anderer – etwas, das viele belastete Kinder und Jugendliche kaum kennen. „Die Blicke der anderen geben mir Anerkennung – nicht, weil ich „brav“ war, sondern weil ich etwas Besonderes kann.“
🧠 3. Struktur & Fokus
Zauberei und Magie erfordern:
- Geduld
- genaue Abfolgen
- Motorische Kontrolle
- konzentriertes Üben
Das hilft, innere Unruhe zu regulieren, und fördert strukturierte Handlungsabläufe.
🧑🏫 Meine Rolle:
Ich werde in der Zaubertherapie von Ihrem Kind nicht als Therapeutin im klassischen Sinn erlebt, sondern eher als **Mentorin, Zauberlehrerin, Verbündete**. Dadurch entsteht ein geschützter, vertrauensvoller Raum – niedrigschwellig, aber mit hoher Wirkung. Ich:
- begleite die Kinder und Jugendlichen beim Erlernen und Üben der Kunststücke
- unterstütze beim Reflektieren der inneren Bedeutungen
- achte auf Übertragungen und Trigger
- fördere bewusst positives Erleben von Kontrolle
- wirke stabilisierend und vorbereitend
- besonders sensible Begleitung bei Kindern und Jugendlichen mit Kontrollverlusterfahrungen
- alters- und entwicklungsangemessene Einschätzung der Frustrationstoleranz
⚙️ Methodisches Vorgehen
🪄 Auswahl geeigneter Zauberkunststücke
- einfach, altersgerecht, schnell erlernbar
- mit versteckter therapeutischer Symbolik (z. B. „verschwinden lassen“, „etwas wieder ganz machen“, „etwas schützen“)
🪄 Erarbeitung mit dem Kind und Jugendlichen
- Einüben von Ablauf, Haltung, Sprache
- Ermutigung bei Fehlern
- Stärkung bei Fortschritt
🪄 Integration der Erfahrung
- Was hast du geschafft?
- Was hat dich stark gemacht?
- Was hat sich verändert?
🪄 Evtl. öffentliche Vorführung (Gruppe, Familie, Schule – je nach Kind/Jugendlichen und Setting, aber nur, wenn vom Kind bzw. Jugendlichen gewünscht
🔍 WICHTIG: Nicht jedes Kind spricht auf symbolisches Arbeiten an – besonders bei kognitiven Einschränkungen oder extremer innerer Abwehr.
📚 kurz zusammengefasst:
Die Zaubertherapie ist ein spielerischer, aber tiefwirksamer Zugang, der Kindern und Jugendlichen in belastenden Lebenssituationen hilft, positive Selbstbilder zu entwickeln und Regulationserfahrungen zu machen – eingebettet in Bindung, Beziehung und Freude.
„Zaubern heißt: Ich nehme etwas in die Hand, das vorher unmöglich war – und mache etwas Besonderes daraus. Genau das ist auch Heilung.“
Mediation und Konfliktregelung
„Lebe, als würdest du morgen sterben. Lerne, als würdest du für immer leben.“
Mahatma Ghandi
… deshalb lerne ich wieder!
Aktuell bin ich in Ausbildung „Akademische Mediation und Konfliktregelung“ und im Masterstudium Beratungswissenschaften.
Beides wird angeboten, sobald die Eintragung in die Liste des Bundesministeriums erfolgt ist.










