Informationen für Eltern

Erfahrungen, die unser Verhalten und Leben prägen

Wenn der Orkan uns verändert....

Belastende Schwangerschafts-, Geburts- und (Kindheits-)Erlebnisse, wie ungewollte Schwangerschaft, Streitigkeiten und häusliche Gewalt während der Schwangerschaft, (Not-)Kaiserschnitt, medizinische Eingriffe während bzw. unmittelbar nach der Geburt, Abort, Totgeburt, erlebte und miterlebte körperliche und emotionale, sowie sexuelle Gewalt, Verlust durch Trennung, Scheidung und Tod, Vernachlässigung, chronische Krankheiten, Unfälle, Suchterkrankungen in der Familie oder psychische Störungen, Mobbing, aber auch kollektive Erlebnisse, wie Armut, Flucht, Krieg, Gender-Gewalt, Diskriminierung und ethnische Ausgrenzung lösen traumatischen Stress aus. Dieser ist oftmals nicht sichtbar, jedoch prägt er unser Verhalten, unsere Emotionen und unser Denken. So kommt es zu schädigenden, unliebsamen Verhaltensweisen - denn traumatische Hochstresserlebnisse beeinflussen und verändern das Bindungsverhalten und das Verhalten im Allgemeinen nachhaltig! Auch bereits das von Babys während der Schwangerschaft. 

Manche überwinden die Erlebnisse von alleine gut und brauchen keine Hilfe. Eine beträchtliche Anzahl entwickelt jedoch eine krankheitswertige seelische Belastungsreaktion und benötigt Hilfe und Unterstützung.

Die Nicht-Behandlung von Traumafolgen hat langfristig negative Auswirkungen:

⚠️ 77% der Betroffenen erleben weitere Traumata. Sie geraten im Verlauf des Lebens häufig an missbrauchende bzw. gewalttätige Partner, die wiederum ihre Kinder gefährden und es besteht ein hohes Risiko der Weitergabe von Traumata in die nächste Generation


⚠️ Traumatische Erfahrungen in der Kindheit und im Laufe des Lebens haben direkten Einfluss auf die Selbstwirksamkeit und Aufmerksamkeits-, Beziehungs- und Selbstregulation sowie Selbstwert- und Identitätsentwicklung. Zentrale Entwicklungsaufgaben können nicht bewältigt werden und Betroffene sind in Folge über ihre gesamte Lebensspanne in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe beeinträchtigt. Nachhaltig beeinflusst ist die Fähigkeit vertrauensvolle Beziehungen einzugehen. Betroffene haben Schwierigkeiten, anderen Menschen zu vertrauen und stabile, erfüllende Partnerschaften einzugehen. Sie schwanken ständig zwischen Angst vor Nähe und dem übermäßigen Bedürfnis nach Zuwendung. Ihre Beziehungen sind geprägt von Konflikten, Missverständnissen und emotionaler Instabilität.


⚠️ 50% des Risikos für koronare Herzkrankheiten gehen auf Kindheitstraumata zurück. Eine Traumatisierung in der (frühen) Kindheit erhöht direkt und indirekt die Risiken für körperliche und seelische Erkrankungen und verringern die Lebenserwartung.

⚠️ Ein Viertel der Betroffenen schließt nie eine Berufsausbildung ab - eine Nicht- oder Fehlbehandlung von Traumafolgestörungen erzeugt immense Kosten. 

Wird zur Zeit aktualisiert....

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